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Spielerisch Geld verdienen

Geschäfstbericht mal anders
Sparkassen-Markt, Sonderheft, Oktober 2010

Mit der innovativen Umsetzung ihrer Geschäftsberichte als Brettspiel schaffen die Sparkassen neue Maßstäbe in der Unternehmenskommunikation und machen ihre regionale Erfolgsbilanz erlebbar.

Sparkasse Spree-Neiße - Schülerlotsen

Vom Königsstuhl bis nach Prora sind es nur wenige Felder. Mit einer Sechs könnte Eike das Rügener Seebad noch erreichen. Würfelt er jedoch eine Vier, landet er auf dem Heliport in Sassnitz und muss eine Runde aussetzen. Vielleicht hat er aber auch Glück und erreicht eine Filiale der Sparkasse Rügen. Eike Ohlmann und seine Freunde spielen „Rügen 2009 - Das Insel-Quiz". Es ist bereits die zweite Auflage des regionalen Verkaufsschlagers, mit dem die Sparkasse Rügen schon im vergangenen Jahr ihren Geschäfstbericht neu erfunden hat. Ziel war es, die Erfolgsbilanz der Sparkasse für Kunden, Nicht-Kunden und alle Rüganer deutlich emotionaler erlebbar zu machen, ale es ein gedruckter Geschäftsbericht kann. Die Sparkasse Rügen erfand das Medium daher gänzlich neu. In Form eines Brettspiels können die Spieler das Geschäftsgebiet der Sparkasse spielerisch erkunden. Natürlich sind die regionalen Highlights wie Kap Arkona und Selliner Brücke ebenso präsent wie alle 14 Geschäftsstellen der Sparkasse. Je nachdem, auf welchem Feld ein Spieler landet, muss er interessante Wissensfragen rund um die Insel oder die Sparkasse beantworten.

Dem Spiel beigelegt ist ein deutlich verschlankter Geschäftsbericht in Form einer Spielanleitung. Fleißige Leser erhalten einen Wissensvorsprung, können die Fragen im Spiel besser beantworten und erhalten somit eine indirekte Belohnung für das Wissen um ihre Sparkasse.

Refinanzierung ein Kinderspiel

Statt wie bisher monatelang an der Verschriftlichung des Geschäfstberichtes arbeiten zu müssen, nur um letztlich ein textlastiges Druckerzeugniss zu erhalten, das in der breiten Bevölkerung nicht wahrgenommen wird, setzte die Sparkasse Rügen voll auf den Erlebnisfaktor. die Rechnung ging auf. Schon die pressewirksame Veröffentlichung des Spiels löste einen Boom aus. Aufgrund der starken Nachfrage konnten die Spiele nicht nur als wertige Give-aways verschenkt, sondern zu zehn Euro das Stück erfolgreich verkauft werden. So war die Refinanzierung des innovativen Kommunikationsmittels im wahrsten Sinne des Wortes ein "Kinderspiel".

Auch wenn die Umsetzung seriöser Geschäftszahlen in Form eines Brettspiels zunächst verwundern mag, vereint diese Form der Bilanzkommunikation für das Institut zahlreiche Vorteile.

Mit dem Gesellschaftsspiel kann sich die Sparkasse im privaten Umfeld der Kunden emotional in Szene setzen. Das gemeinsame Spielen mit Freunden und Verwandten verankert die Marke Sparkasse im episodischen Gedächtnis der Kunden und löst positive Assoziationen aus.

Auf dem kunstfertig gestalteten Spielbrett können die Sparkassen ihre flächendeckende Präsenz im jeweilgen Geschäftsgebiet hervorragend visualisieren. Die Spieler absolvieren im Verlauf des Spiels eine kleine Reise durch die Region und lernen so nachhaltig, in welchen Orten ihre Sparkasse vertreten ist.

Durch die spielerische Verbindung lokaler Sehenswürdigkeiten mit der Sparkasse, wird den Spielern die starke regionale Verwurzelung und das Engagement des Kreditinstitutes vermittelt.

Die Erfolgsbilanz der Sparkasse wird durch unterhaltsame Fragen einprägsam vermittelt und spielerisch aufgenommen. So kann sie sich deutlich nachhaltiger bei den Kunden verankern als beim Lesen einer Broschüre.

Der Zeitaufwand für die Erstellung des Geschäftsberichtes wird für die Sparkasse deutlich reduziert, da die Umsetzung zum Großteil der Agentur übergeben wird.

Auch andere Sparkassen haben die Stärken des individualisierten Brettspiels schon für sich entdeckt. So produzierte die Sparkasse die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg unter dem Titel "Quiz HeRo" (für Hersfeld-Rotenburg) jüngst 4000 Spiele. Auch hier wurde das Spielprinzip an die regionalen Gegebenheiten angepasst und die Sparkasse in ihrem Geschäftsgebiet kreativ in Szene gesetzt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Verfasser: Florian Schwarz, FFE MEDIA
Erschienen in: Sparkassen-Markt, Sonderheft, Oktober 2010

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