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OSkar begleitet die Migration auf OSPlus
Herbsttagung des Ostdeutschen Sparkassenverbandes für Sparkassenvorstände

Die Sparkassen-Zeitung, Dezember 2009

Auf der zweitägigen Herbsttagung für Sparkassenvorstände hat sich OSkar vorgestellt: Die emsige Biene im Sparkassen-Look soll der neue Sympathieträger des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) werden und im Rahmen der Migration auf OSPIus alle Kommunikationsaktivitäten der OSVSparkassen begleiten.

Der OSV bietet mit der Agentur FFE Media ein Kommunikationspaket an, mit dem die Migration und insbesondere die Motivation der Mitarbeiter in den Sparkassen unterstützt werden kann, berichtet der Verband. Das modulare Paket inklusive zweier kleiner Filme kann über den OSV bezogen werden.

Sparkasse Spree-Neiße - Schülerlotsen

Von der Migration sei das Innerste jeder Sparkasse betroffen. Während der verschiedenen Schulungsphasen würden die Mitarbeiter eine spürbare Doppelbelastung verzeichnen. Das Tagesgeschäft müsse weitergehen, die Vertriebsziele wollen erreicht sein und obendrein soll die Systemumstellung möglichst reibungslos verlaufen, erklärt der OSV.

In seinem Einführungsvortrag ging der Geschäftsführende OSV-Präsident Claus Friedrich Holtmann vor über 100 Teilnehmern der Herbsttagung auf die Finanzmarktkrise, den Umgang miteinander in der Sparkassenfamilie und neue wesentliche Ausrichtungen ein. Im Vertrieb müsse verlorenes Terrain - wie etwa in der Baufinanzierung und dem Konsumentenkreditgeschäft – zurückgewonnen werden. Im Internet werde ein anderer Auftritt und eine andere Denke erforderlich werden. Das Erscheinungsbild der Sparkassen müsse innovativer werden, hier sei auch die technische Führerschaft zurückzugewinnen.

Betriebswirtschaftlich werde in den nächsten zwei Jahren die Migration auf OSPIus als größte Herausforderung zu bewältigen sein. Dabei appellierte Holtmann an die Vorstände, nicht an allen Stellschrauben des neuen Systems drehen zu lassen. Der OSV werde nachdrücklich auf die Fortführung des Mutterinstitutes bestehen und bei den Prozessen auf eine Zertifizierung und deren Umsetzung in den Sparkassen setzen. In den Häusern seien alle Maßnahmen zu ergreifen, um keinen Einbruch im Vertrieb zu erleiden.

Workshops zu Bankaufsicht, Stresstest und Vergütungssystem
Änderungen der MaRisk und des Kreditwesengesetzes erläuterte Thomas Happel, Vize-Präsident der BaFin. Die bankaufsichtlichen Rahmenbedingungen bedeuteten für die Sparkassen Aufwand in der Umsetzung. Vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise stünden das Risikomanagement und Risikotragfähigkeits-Konzepte im Vordergrund. Nicht das Netz der Regulierung enger zu knüpfen könne das Ziel sein, sondern es sei sicherzustellen, dass alle Risiken berücksichtigt würden. Trotz Methodenfreiheit müssten die Aufseher die Risiken und den Umgang damit verstehen können. Die Strategie, die nicht von der Aufsicht überprüft wird, stelle einen wichtigen Baustein der Überwachung dar. Streetest, Vergütungs- und Anreizsysteme waren weitere Stichpunkte, die in einem Workshop vertieft wurden.

Dr. Jürg von Känel, Chef des Forschungszentrums der IBM in New York, entführte die Teilnehmer in die IT-Welt. Von Bits bis hin zu soziologischen Auswirkungen gab er einen Einblick in die Forschung und sprach Tatsachen an wie jene, dass sich die Datenmenge alle zwölf Monate verdopple und die Grenze der Speicherbarkeit längst überschritten sei. Hier suche IBM neue Wege der IT-Architektur, um der Datenflut Herr zu werden. Die Verfügbarkeit über Daten zu haben, stelle heute keinen Wettbewerbsvorteil mehr dar, das Einbeziehen des sozialen Netzwerkes haben vielmehr Gewicht und unterstütze beim Zurückgewinnen des Kundenvertrauens, das in der Finanzkrise teilweise verloren gegangen sei.

Einen Einblick in das Leben in der neuen OSPlus-Welt gab Christian Sauer aus der Sparkasse Saalfeld-Rudolstadt. Welche Auswirkungen die derzeitige Wirtschaftslage und die Situation des Finanzmarktes auf die Geldwertstabilität hat, bewertete Klaus-Dieter Böhme von der Deka-Bank in Frankfurt/Main.

Verfasser: Florian Schwarz, FFE MEDIA
Erschienen in:
Die Sparkassen-Zeitung. Dezember 2009

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