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Diesen Beitrag empfehlen: Die kenn' ich doch. Die Sparkasse Spree-Neiße hat Personen aus ihrem Geschäftsgebiet in ihrer Werbung eingesetzt. Andere Institute versuchen sich ebenfalls an sogenannter Mikro-Regionalisierung. Doch die Marketingmethode birgt auch Risiken.
Heike Prochaska aus Spremberg traut ihren Augen nicht. Auf ihrem Weg nach Hause an der Berliner Straße entdeckt die 44-Jährige ein Werbeplakat. Abgebildet ist darauf Prochaskas Bekannte Gerda Effenberger mit ihrem Enkel, beide amüsieren sich mit einem Videospiel. „Siegertypen" steht in riesigen Lettern auf der Großflächenwerbung. Darunter das Logo der Sparkasse Spree-Neiße. Ähnlich überrascht waren im Juli dieses Jahres eine ganze Reihe von Kunden im Geschäftsgebiet der Sparkasse. In Cottbus, Guben und Forst hatte das Institut die gleichen Plakatmotive anbringen lassen, nur mit jeweils anderen Gesichtern darauf. Die Werbeaktion sorgte für reichlich Gesprächsstoff. Echte Sparkassenkunden in ihrem Heimatort wie Werbestars zu inszenieren - das hatte es zuvor noch nicht gegeben. Pro Ort ein neues Gesicht Allerdings legen die Kunden an regionale Werbeformen denselben Maßstab an wie an die bundesweiten Kampagnen der Sparkassen. Die lokale muss mit der überregionalen Werbung kompatibel sein — damit sich die Maßnahmen gegenseitig unterstützen. Gerade für Sparkassen ist die Mikro-Regionalisierung grundsätzlich attraktiv. Die kommunale Bindung und das lokale Engagement sind Alleinstellungsmerkmale der Institute, die sich so im Marketing widerspiegeln. Was global und allein national agierende Konkurrenten nicht glaubwürdig leisten können, vermögen die Sparkassen mit Leichtigkeit. Ihre dezentrale Struktur prädestiniert sie dazu, auch in die Kommunikation lokale Themen einzubinden. Statt mit anonymer Massenwerbung, werden Kunden so in ihrem lebensweltlichen Umfeld angesprochen — mit Themen und Menschen, die sie vom Bäcker, aus dem Kegelverein oder vom letzten Friseurbesuch kennen. Nicht jede Person ist geeignet
Mikromarketing auf Rügen Verfasser: Florian Schwarz, FFE MEDIA |
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