Versicherer zu zaghaft bei Digitialisierung

Noch tasten sich die meisten Versicherer eher zaghaft an die Digitalisierung heran. Unsere qualitative Expertenbefragung zum Thema „Innovation und Digitalisierung im Versicherungswesen“ gibt einen Überblick zum Status quo sowie die Entwicklungen der Branche.

 

Erst die Hälfte der befragten Versicherer hat eine Digitalisierungsstrategie formuliert und lebt diese auch tatsächlich im Alltag. Daher sind die meisten Befragten der Meinung, dass ihre Wettbewerber für die Herausforderungen der Digitalisierung besser aufgestellt sind als sie selbst. Digitale Schadensabwicklung, digitale Vertriebswege, Apps und Automatisierung sind dabei die Themen, in denen die Befragten bei sich die größten Defizite wähnen. Auch die Frage, ob Insurtechs tatsächlich tragfähige Geschäftsmodelle hinbekommen, beschäftigt die Branche.

 

Trotz der komplexen Herausforderungen planen die Befragten kurzfristige Marketing-Investitionen eher in den Bereichen Video sowie Suchmaschinenoptimierung: niederkomplexe Bereiche, deren Beitrag zum nachhaltigen Unternehmenserfolg nicht überschätzt werden sollte. Darauf folgen zumindest Landingpages, Content- und Mobile- Marketing sowie Online-Produktabschlüsse.

 

Immerhin: Zwei Drittel der befragten Versicherer bilden ihre Mitarbeiter aktiv weiter, um den Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen. Noch haben die Mitarbeiter nur überschaubaren Spielraum zum Entwickeln eigener Ideen. Ein Viertel der Arbeitszeit wird im Schnitt für die Entwicklung innovativer Marketingmaßnahmen aufgewendet.

Share Post :